Verbraucherschützer warnen vor unseriösen Anbietern nach dem Zusammenbruch des Zweitmarktes für Lebensversicherungen. Wer seine Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt verkaufen möchte, um damit mehr Geld als bei einer Kündigung zu erhalten hat schlechte Karten. Noch nie sah es für den Zweitmarkt der Lebensversicherungen so schlecht aus wie jetzt. Der Markt brach innerhalb von nur 2 Jahren von 1,4 Milliarden auf 100 Millionen Euro ein. Die Verkaufslust ist bei den Versicherten noch groß, doch die Kauflust ist sehr stark zurück gegangen. 1999 wurde der Zweitmarkt gegründet. So konnte man seine Kapitallebensversicherung auf dem besten Wege loswerden. Von den abgeschlossenen Lebensversicherungsverträgen wird jeder zweite vor dem Laufzeitende aufgelöst. Wenn die Verträge verkauft und nicht aufgelöst werden bringen sie oft noch etwas Erlös ein.

Es empfiehlt sich also, wenn man einen Lebensversicherungsvertrag nicht aufrecht erhalten möchte, ihn auf dem Zweitmarkt zu verkaufen und nicht zu kündigen. Doch es wird gewarnt, viele Anbieter sollen den Ankauf zunächst bestätigen und bezahlen dann nicht den vereinbarten Rückkaufswert aus. Es wird nur ein kleiner Teil des vereinbarten Betrags gezahlt. Das restliche Geld soll dann angeblich in den folgenden Jahren auf Rentenbasis ausgezahlt werden. Von solchen Angeboten wird dringend abgeraten. Informieren Sie sich also vor einem Kauf erst gut. Das Beste ist sicherlich eine umfangreiche Beratung. Wenn man kurzfristig finanzielle Engpässe hat sollte man seine Lebensversicherung jedoch nicht sofort verkaufen oder sogar kündigen. In diesem Fall kann man eine Lebensversicherung auch einfach beleihen.