Wer freut sich im Winter nicht über Schnee. Schnee gehört für viele Menschen einfach zum Winter und auch zu Weihnachten dazu. Schnee ist zum Schlittenfahren und auch zum Skifahren notwendig und bringt auch für eine Schneeballschlacht viel Spaß. Doch der Schnee hat auch seine weniger guten Seiten. Durch Schnee und Eis passieren jedes Jahr sehr viele Unfälle mit oft sehr schweren Folgen.

Gegen solche Gefahren, die der Schnee mit sich bringen kann sind nur sehr wenige Menschen versichert. Schäden, die durch Dachlawinen passieren sind nicht in jedem Fall versichert. Fußgänger, Autofahrer und Hausbesitzer haben sehr viele Dinge wegen Dachlawinen zu beachten. Was man alles beachten muss kann man bei dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft erfahren.

Im Normalfall zahlt die Vollkasko – Versicherung, wenn vom Dach ein großer Schneeberg auf ein Auto fällt. Wenn an dem beschädigten Auto auch Glasschäden entstehen, zahlt das im Normalfall die Teilkasko - Versicherung der Autobesitzers. Wenn der Besitzer keinen Kasko – Schutz hat wird es allerdings zu einem großen Problem den entstandenen Schaden ersetzt zu bekommen. Es ist auch nicht wirklich leicht in diesem Fall den Besitzer des Hauses wegen Verletztung der Verkehrssicherungspflicht haftbar zu machen. In einem solchen Fall sind die Chancen für einen Fußgänger, der von einer Dachlawine getroffen wird sehr viel besser. Die Rechtsprechung zu der Verkehrssicherungspflicht ist jedoch sehr unterschiedlich.

Wenn ein Hausbesitzer die Befürchtung hat, dass die Gefahr besteht, dass sich von seinem Dach eine Dachlawine lösen könnte, sollte der Bereich großzügig abgesperrt werden. Es ist gesetztlich geregelt, dass Parkplätze nicht abgesperrt werden dürfen. Trotzdem müssen sie mit Warnhinweisen ausgezeichnet werden. Wenn der Besitzer eines Hauses wegen befürchteter Dachlawinen den Gehweg abgesperrt haben sollte, darf dies aber auch nicht als dauerhafte Lösung angesehn werden. Es ist nur erlaubt den Gehweg abzusperren, wenn der Besitzer des Hauses nicht in der Lage ist das Dach sofort zu räumen. Und auch in diesem Fall darf der Gehweg nicht länger als einen Tag gesperrt werden.

Ob der Gehweg überhaupt gesperrt werden darf hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Es spielt eine Rolle wie viel von dem betroffenen Gehweg blockiert werden soll, wie häufig der Weg begangen wird und wie hoch die Gefahr der Lawine tatsächlich ist. Denn wenn der Gehweg gesperrt wird, greift der Besitzer mit der Sperrung in den öffentlichen Raum ein.

Die größte Gefahr besteht, wenn der Schnee sehr nass ist und es ein Tauwetter gibt. In diesem Fall sind die Platten, die vom Dach fallen sehr hart. Pulverschnee dagegen ist eher ungefährlich. Wenn der Besitzer des Hauses nicht in der Lage sein sollte das Dach zu räumen sollte die Feuerwehr um Hilfe gebeten werden.