Einer neuen Studie der PlanetHome AG zufolge sind Immobilien in Deutschland mit Abstand (82 %) die beliebteste Anlageform. Dies hängt vor allem auch mit der Finanzkrise zusammen. Selbstverständlich sind die Deutschen auch weiterhin in anderen Anlageformen investiert, wie beispielsweise in den Bereichen Aktien und Fonds, Tagesgeld, Festgeld und natürlich auch Lebensversicherungen.

Besonders stark haben Aktien und Fonds unter der Krise gelitten, was nicht verwunderlich ist, da vor allem hier hohe Verluste aufgelaufen sind im Rahmen der Finanzkrise.

Auf Platz zwei hinter den Immobilien folgt das Investment in Gold (58 %) sowie in Tagesgeld und Festgeld (50%). Die Goldpreisentwicklung hat in den vergangenen Monaten immer weitere Höchststände erreicht – beim Anblick des Goldcharts könnte man von einer Blase ausgehen – das Wachstum ähnelt exponenziellem Wachstum. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auch der Angst der Menschen vor Inflation und Währungsverfall geschuldet – man betrachtet Gold als sicheren Hafen, als eine Art Krisenwährung, die auch dann noch etwas wert wäre, wenn man für Euro, Dollar & Co. nichts mehr kaufen könnte.

Die Sorge des Währungsverfalls war nicht ganz unberechtigt, als man vor einigen Monaten quasi täglich neue Unsummen in den Medien hörte, mit denen die Wirtschaft gestützt werden sollte – es ging um unvorstellbar große Geldsummen im Bereich hunderter Milliarden oder gar im Bereich der Billionen. Angesichts solcher Geldmengen fühlten sich viele Menschen an das Jahr 1929 zurück erinnert, in dem man für den Brötchenkauf eine Schubkarre voller Geld mitbringen musste – solche Zeiten allerdings sind derzeit nicht zu erwarten, da die Inflationsrate in Deutschland bei moderaten 1,5% liegt, was durchaus noch im Rahmen ist. Vor einiger Zeit – inmitten der Finanzkrise – lag die Inflation sogar im negativen Bereich, es gab also de facto Deflation.

Die Investition in Immobilien ist mit Sicherheit eine Gute. Auch wenn hierbei die Rendite nicht immer ideal ist. Wenn man hier Renditen von über 5% p.a. erzielen möchte, muss man schon etwas Glück haben, da die Rendite ja auch durch Reparatur- und Instandhaltungskosten immer weiter sinkt.

Die Kapitallebensversicherung ist nur dann eine sehr sinnvolle Sache, wenn man sie auch wirklich bis zum Laufzeitende durchhalten kann – andernfalls sollte man sein Geld lieber anders investieren um sich hier die nötige Flexibilität zu erhalten.