In Deutschland sind ungefähr 85 Prozent aller Bürger in einer gesetzlichen Versicherung versichert. Alle Arbeitnehmer, deren Bruttojahreseinkommen nicht über der Versicherungspflichtgrenze von aktuell 49. 950 Euro liegt, haben die Pflicht sich gesetzlich zu versichern. Alle Menschen die mehr Geld verdienen oder auch Beamte oder Selbständige Bürger in Deutschland haben auch die Möglichkeit sich privat zu versichern. Ob sich das auch unbedingt lohnt ist nicht immer gesichert. Das hängt immer von vielen verschiedenen Dingen ab und ist bei jedem ganz individuell zu überlegen.

Wer mit dem Gedanken spielt von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln sollte sich diesen Schritt sehr gut überlegen denn in der Regel ist ein Wechsel zurück in die gesetzliche Kasse nicht mehr möglich. Doch wenn der Versicherte plötzlich arbeitslos werden sollte könnte er unter Umständen wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln. Auch wenn der Versicherte so wenig Einkommen hätte, dass er unter die Versicherungspflichtgrenze fallen würde und somit auch zu wenig Geld zur verfügung haben würde um sich eine private Krankenversicherung leisten zu können würde er sich wieder bei der gesetzlichen Krankenkasse versichern können.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung muss jeder Versicherungsberechtigte aufgenommen werden. Ganz egal wie der gesundheitliche Zustand dieser Person ist. Dies ist in dem Sozialgesetzbuch so geregelt. Bei der privaten Krankenversicherung ist das ganz anders. Diese können sich die Mitglieder auch nach dem gesundheitlichen Zustand aussuchen und auch die Aufnahme verweigern.

Auch bei dem Thema Kündigung gibt es zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung Unterschiede. Seitens der gesetzlichen Krankenkasse gibt es kein Kündigungsrecht. Wenn man als Versicherter seine gesetzliche Krankenkasse wechseln möchte kann man dies tun. Wenn man die Versicherung wechseln möchte muss man dies zum Ende des Jahres tun dabei muss eine zweimonatige Frist eingehalten werden. Ein Wechsel ist allerdings nur möglich, wenn man bei der vorhandenen Versicherung schon mindestens 18 Monate lang versichert gewesen ist. Sollte die Kasse allerdings die Gebühren erhöhen besteht eine Sonderkündigungsrecht.

Bei der privaten Kasse hat auch die Versicherung kein Kündigungsrecht. Doch wenn der Versicherte keine Beiträge zahlen sollte oder bei der Versicherung falsche Angaben zu seinem gesundheitlichen Zustand gemacht haben, hat die Versicherung das Recht dem Versicherten zu kündigen. Zum Ende des Versicherungsjahres kann der Versicherte bei der Versicherung kündigen. Wenn der Versicherte allerdings zu einer anderen privaten Versicherung wechseln sollte gibt es dabei einige Nachteile die entstehen könnten. Wenn er wechselt wird in der Regel mit den neuen Angaben versichert. Das bedeutet mit einem höheren Alter und auch schlechterem gesundheitlichen Zustand. Dies hat dann zur Folge, dass auch die zu zahlenden Beiträge höher sein werden. Ein Wechsel sollte also auf jeden Fall immer gut überlegt sein und nicht überstürzt und kurzfristig geschehen.