Die Stornoquote bei der klassischen Lebensversicherung, der Kapitallebensversicherung, ist erneut stark angestiegen – insgesamt 6,17% betrug die Stornoquote bei der Kapitallebensversicherung im letzten Jahr – und war damit höher als je zuvor.

Weniger als die Hälfte aller Versicherten halten ihre Kapitallebensversicherung überhaupt bis zum Laufzeitende durch und erleiden durch die vorzeitige Kündigung der Lebensversicherung oft herbe Verluste, da die Versicherer über ihre Rückkaufswerte oft die Lasten für die vorzeitige Kündigung eindeutig zu Ungunsten der Versicherten verteilen – Verbraucherschützer laufen hier schon seit Jahren Sturm.

Die klassische Lebensversicherung wird noch immer sehr häufig abgeschlossen, obwohl es mit Sicherheit günstiger in den meisten Fällen wäre, hier eine eigene, individuelle Lösung zu finden. Warum stellt man sich nicht eine eigene Kapitallebensversicherung aus den Bestandteilen zusammen? Eine Risikolebensversicherung ist der effizienteste Hinterbliebenenschutz, den man bekommen kann – eine durchaus sinnvolle Versicherungsleistung. Warum aber muss man diesen Hinterbliebenenschutz direkt immer mit einer Altersvorsorge verbinden? Hier erschließt sich nicht direkt ein logischer Sinn, da es immer schwierig ist, zwei doch eher unterschiedliche Ziele mit nur einem Produkt zu verfolgen – idealerweise kombiniert man also lieber selbst individuell eine Risikolebensversicherung mit einer anderweitigen Anlagemöglichkeit, die auch gerne eine höhere Renditeerwartung haben kann als die klassische Lebensversicherung.

Vor der Entscheidung, hier einen Vertrag zu unterzeichnen, sollte man sich also ausführlich informieren.